Wie verwendet Bitcoin Energie?

Der Energieverbrauch von Bitcoin kommt vom sogenannten Mining. In diesem Prozess werden neue Bitcoin nach den Regeln des Protokolls geschöpft. Gleichzeitig wird dadurch das gesamte Netzwerk gegen Attacken und Angreifer abgesichert. Je mehr Energie aufgewendet wird, desto sicherer ist auch das Netzwerk.

Wie viel Energie verwendet Bitcoin?

Bitcoin-Kritiker behaupten häufig, dass Mining mehr Ressourcen, insbesondere Energie, verbraucht, als der Wert beträgt, den es generiert. Wie viel Energie verbraucht wird, kann jedoch nicht ganz genau bestimmt werden. Es ist allerdings möglich, das untere und obere Ende des Energieverbrauchs einzugrenzen. Die aktuellen Daten zum Verbrauch kann man unter Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI) einsehen.

Es muss zudem berücksichtigt werden, dass sich der Energiebedarf mit dem Preis von Bitcoin verändert. Fällt z.B. der Preis so weit, dass die Stromkosten höher als der Wert der geschöpften Bitcoin sind, lohnt es sich für rationale Miner nicht mehr, ihre Mining-Geräte weiterzubetreiben.

Welche Art von Energie verwendet Bitcoin?

Profitable Bitcoin-Miner verwenden günstige und stabile Energiequellen. Diese Quellen verursachen unterschiedlichen CO₂ Ausstoß, jedoch verwendet die Mehrheit des Netzwerks erneuerbare Energiequellen.

Laut einer Studie von NYDIG LLC werden für Bitcoin Mining zu über 50 % erneuerbare Energiequellen verwendet. Zudem gibt es in der Praxis viele Beispiele, wie Energie für Bitcoin-Mining nachhaltig produziert werden kann.
So nutzt El Salvador überschüssige geothermale Energie eines Vulkans, um Bitcoin zu schöpfen.
Bitcoin Mining fungiert zudem immer öfter als Abnehmer für ansonsten verschwendete Energie in der Öl-Produktion. Es handelt sich dabei meist um Nebenprodukte der Produktion, die zu kostenintensiv sind, um eine andere wirtschaftliche Verwendung zu ermöglichen, da das Speichern oder Transportieren dieser Rohenergie zu aufwendig wäre.
Daher wird diese Energie oft verbrannt oder teilweise sogar unverbrannt in die Atmosphäre geleitet. Bitcoin Miner liefern eine Lösung dieses Problems, da sie mobil und unabhängig vom Stromnetz betrieben werden können. Dies passiert in Form eines Schiffscontainers voller Bitcoin Mining Geräten, der direkt zur Energiequelle geliefert wird. Das Gas Methan, welches für die Atmosphäre um ein Vielfaches schädlicher ist als CO₂, wird durch die Stromerzeugung für Bitcoin Mining zu 99 % in CO₂ umgewandelt. Bevor Miner das Methan genutzt haben, wurde es einfach mit einer stetigen Flamme verbrannt, wobei davon mehr als die Hälfte trotzdem unverbrannt in die Atmosphäre gelangte. Durch Bitcoin Mining kann der negative Einfluss auf unser Klima minimiert werden.

Energieeffizienz von Finanzsystemen

Der Energie-Fußabdruck von Bitcoin ist einfacher zu quantifizieren als im aktuellen Finanzsystem und daher anfällig für oberflächliche Kritik. Gemessen an den Stromkosten allein ist Bitcoin jedoch viel effizienter als das traditionelle Bankgeschäft und der Abbau von Gold im globalen Maßstab. Das traditionelle Bankwesen emittiert 1.368 Megatonnen CO₂ pro Jahr und der Abbau von Gold emittiert 144 Megatonnen. Bitcoin hingegen emittiert 61 Megatonnen, weniger als 5 % bzw. 45 % des traditionellen Bankwesens und dem Abbau von Gold. Dafür bietet es Milliarden von Menschen einen Zugang zu einem globalen Finanzmarkt und eine apolitische Alternative zu inflationären Währungen.

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